Donnerstag, 26. April 2012

Tamron AF 28-75 SP f2.8 und AF 70-300 f4-5.6 SP

Foto Tamron SP 70-300 f4-5.6 + SP 28-75 f2.8
Tamron SP 70-300 f4-5.6 + SP 28-75 f2.8 (v.l.n.r.)
Es war an der Zeit das Reisezoom Tamron AF28-300mm F/3,5-6,3 (A20) nach fast 4 Jahren treuem und zuverlässigen Einsatz durch neuere Objektive zu ersetzen.

Fast ein halbes Jahr hat es gedauert bis ich mich dann doch noch dazu entschlossen habe.
Geworden sind es zwei Objektive. Erneut aus dem Hause Tamron. Und zwar das Tamron AF 28-75mm 2,8 XR DI LD ASL SP Macro sowie das Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD.



Weshalb wurde das alte ersetzt?

Seit mehr als einem halben Jahr spiele ich mich nun schon mit dem Gedanken das 28-300mm durch zwei Objektive zu ersetzen. Weshalb?
Ganz einfach. Das Objektiv muss aufgrund seines großen Brennweitenbereiches (Zommfaktor > 10) gewisse Kompromisse eingehen. Das betrifft einerseits natürlich die Lichtstärke, welche im Tele-Bereich mit 6,3 nicht mehr unbedingt die beste ist und andererseits auch die Abbildungsqualität, was sich in chromatischen Aberrationen sowie der Vignettierung bemerkbar macht.
Gekauft habe ich das Objektiv ursprünglich ja für meine erste DSLR, die EOS 450D von Canon. Diese hat einen Formfaktor von ca. 1,6 sodass die optischen Nachteile an dieser nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Nun habe ich dieses Objektiv aber schon längere Zeit an der EOS 5D Mark II im Einsatz und bei dieser handelt es sich um eine Vollformat-Kamera. Daher wirken sich hier diese optischen Kompromisse umso stärker aus und daran musste einfach was geändert werden! :-)

Die Wahl der neuen Objektive

Also habe ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht.
Schon bald ist mir dabei das "AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD" ebenfalls von Tamron ins Auge gestochen. Die überzeugenden Argumente dieses Objektives sind neben der deutlich besseren Lichtstärke vor Allem der Ultraschall-Motor für den Autofokus und der Brennweitenfaktor von etwa 4,3 was auf einen deutlich geringeren Kompromiss schließen ließ.
Nachdem ich mir die Kundenrezessionen, Testberichte und Testfotos angesehen habe, war schnell klar: das kommt in die engere Auswahl!
Auch mit der Qualität des 28-300mm war ich absolut zufrieden und daher gab es auch vor dem Hersteller keine Bedenken.

Also wurde dieses Objektiv schon mal auf den virtuellen Merkzettel gepackt. :-)
Dann ruhte das ganze Thema ein wenig, da andere Projekte ins Rampenlicht gerückt sind.

Letzte Woche war es aber dann soweit und das Thema wurde wieder aktuell.
Also machte ich mich wieder auf die Suche. Schließlich musste ja auch noch der Weitwinkelbereich hinauf bis zu der 70mm-Brennweite abgedeckt werden.
Dabei fand ich dann das "AF 28-75mm 2,8 XR DI LD ASL SP Macro" das mir mit seiner hohen Lichtstärke von 2,8 und einer Naheinstellgrenze von gerade einmal 33cm schon sehr gut gefiel.
Also wurden auch zu diesem Objektiv die Rezessionen und die Testbilder studiert. Auch diese Argumente waren überzeugend. Durchgehend gab es großes Lob für diese Linse, obgleich es scheinbar einige Exemplare mit Fokusfehlern zu geben schien.
Und so wurde dann eine Entscheidung gefällt. Die beiden Linsen wurden gekauft!

Erster Eindruck

Am Dienstag landete dann das 70-300 per Post bei mir daheim und das 18-75 wurde kurzerhand in einem Laden abgeholt.
Daheim mussten die Objektive natürlich sofort ausgepackt werden und der erste Eindruck der beiden neuen Errungenschaften war durchaus sehr positiv. Die Verarbeitung erschien hochwertig und die - wie bei Tamron üblich - beiliegenden Streulichtblenden rundeten das Bild ab.
Aber vom Eindruck alleine hat man schließlich Nichts. Also drauf auf die Kamera mit den Teilen und die ersten Testfotos gemacht. Vor Allem die Thematik rund um den Fokusfehler musste natürlich erst einmal untersucht werden. Zu meiner großen Freude erwischte ich ganz offensichtlich fehlerfreie Exemplare.
Beide Objektive fokussieren sehr schnell (auch das 28-75 obwohl es keinen Ultraschall-Motor hat) und die Bilder wirken selbst bei größeren Blenden schon sehr scharf.

Die Entscheidung zum Kauf dieser beiden Objektive hat sich bis hierhin auf alle Fälle schon mal gelohnt.
In den nächsten Tagen erfolgten natürlich einige weitere Testshootings um die Objektive auf "Herz und Nieren" zu prüfen.

Testfotos

Aus diesen Testshootings sind natürlich einige ganz brauchbare Fotos hervor gegangen, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten will. :-)
Die Fotos sind alle unbearbeitet - also "out of cam" mit dem Farbprofil "Laica 1.4".

Zunächst ein paar Vergleichsaufnahmen mit jeweils maximaler Brennweite und größter und kleinster Blende:
Brennweite / Blende
AF 28-75mm SP
75mm / f2,8 / f32
AF 70-300mm SP
300mm / f4 / f32

Auch ein Brennweiten-Vergleich darf natürlich nicht fehlen. Dazu habe ich mit jedem der beiden Objektive jeweils mit der kleinsten und größten Brennweite und mit mehreren Brennweiten dazwischen ein Foto gemacht. Die Kamera war dabei auf einen festen Blendenwert von 5,6 eingestellt.

AF 28-75mm SP
28mm
AF 28-75mm SP
50mm
AF 28-75mm SP
60mm
AF 28-75mm SP
75mm
AF 70-300mm SP
70mm
AF 70-300mm SP
100mm
AF 70-300mm SP
200mm
AF 70-300mm SP
300mm

Fazit

Nach all den Testfotos kann ich Euch diese beiden Objektive wirklich nur empfelen!
Es gibt eigentlich kaum etwas zu bemängeln. Die AF-Funktionen sind sehr schnell und genau, die Abbildungsleistung sehr in Ordnung und die Schärfe reicht von weich freigestellt bei großen Blenden bis zu richtig knackig-scharfen Aufnahmen bei kleinen Blenden.

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